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Marie-Anne Kannengießer

Autor Archiv: Marie-Anne Kannengießer

Buddha by Friday

Ein gefügeltes Wort und inzwischen der Abschiedsgruß bei den Telefonaten mit meinem Kollegen Neil Dougan, der in Perth - Western Australia als Coach arbeitet. In Zeiten der Videotelefonie ist es ja nichts besonderes mehr sich mit Menschen auf der anderen Seite des Planeten zu unterhalten. Aber manche Menschen dort sind besonders, so eben auch mein lieber Kollege, dessen Vater Neil Abdullah Dougan eine spirituelle Schule in Neuseeland  im Stil des Gnostikers Georges I. Gurdjieff, führte. "Wake Up!" war der Satz, der nicht nur meine Kindheit begleitete und dennoch sind weder mein Kollege noch ich bisher mit der Gnade der Erleuchtung gesegnet worden. Wir arbeiten an uns, wir schleifen an unseren Ecken und Kanten, wir bearbeiten unsere Chief features und wir begleiten uns seit mehreren Jahren auf der Reise ein bewusster und erwachter Mensch zu werden oder besser zu sein. "Buddha by Friday" ist ein Versprechen, das wir uns Woche für Woche geben, um uns zu erinnern, was wir in unserem Leben erreichen wollen. 

Natürlich erinnert es mich immer wieder an MOOJI und sein Video "You can be a Buddha in a day". Also, was in Wirklichkeit hält mich ab heute, morgen oder am Freitag ein Buddha zu sein? Ist es meine Anhaftung an Leiden an sich, mein nicht Loslassen können von Menschen, die mir nicht wohlgesonnen sind, meine Anforderungen an mich selbst, all das was ich noch nicht einfach annehmen kann, so wie es eben ist? Sind es die Kapriolen meines strategischen Verstandes, meine immer noch nicht ganz geglätteten und harmonisierten Emotionen, oder das immer doch mal wieder Aufblitzen des Verlangens zu urteilen, Recht zu haben?

Oder ist es ein Mangel der mich zurückhält? Ein Mangel an Mitgefühl​, der mich mit subtilen pilzähnlichen Fäden von Schuld und Scham wie mit einem Myzel durchzieht und langsam erstickt. Heute könnte es die Selbstverurteilung für mangelnde Liebesfähigkeit mein Grund sein nicht als Buddha aufzuwachen. Sich selbst verzeihen, ist ein steinigerer Weg als es im ersten Augenblick aussieht. Heute ist Max gestorben. Das Eichhörnchen einer lieben Freundin ging in die ewigen Jagdgründe, während sie außer Haus war. Auch sie hat noch bis Freitag Zeit, sich selbst zu verzeihen. Cheers to Max und auf und ein weiteres "Buddha by Friday" meine Freunde.

Abstellgleis?

Die vergessene Ressource unserer Gesellschaft sind: aktive Senioren. Menschen, die achtlos auf ein Abstellgleis gestellt werden und auf ihr Ableben warten. Dabei sind genau diese Menschen voll von Erfahrungen und Lebensweisheit. Ein Kapital, das einem jungen Menschen einfach fehlt. Ab einem Lebensalter von 60+ kennt sich jeder innerhalb seiner Komfortzone gut aus, da ist nichts mehr gefährlich, die Abläufe sind bekannt und die Routine ist perfektioniert. Aber außerhalb der Gartenzwergzone, dort wo die Angst wohnt, da waren Menschen von 60+ oft schon lange nicht mehr. Das Leben verkommt zur gewohnt grauen Gleichförmigkeit. Die wenigen noch eintreffenden, scheinbaren Herausforderungen lassen sich mit Erfahrung und Wohlwollen leicht lösen. Aber war das wirklich schon alles? Sollen erfahrene Menschen mit 60+ Lebensjahren und 35+ Jahren Praxiserfahrung wirklich auf die innere Abstellgleiszone gehen und auf ihre gesellschaftlich verordnete Langzeitpause bis zum Ableben warten? Gestorben mit 60 – begraben mit 85?

Nein, so kann und will ich es mir nicht vorgestellen. Ich bin für neue Lösungen: die Integration von aktiven Senioren in Generationswohnprojekten und eine Aufnahme von freiwilliger Tätigkeit mit Nutzung der Lebens- und Praxiserfahrung als wirtschaftlicher Ressource für noch voll im Lebenserwerb stehende Generation im Tausch gegen Isolation, Überforderung und Einsamkeit. Ist es nicht endlich Zeit umzudenken? Macht es wirklich Sinn Menschen in Altersheimen und betreutem Wohnen zu parken und zu vergessen?

Ist es nicht sinnvoller wieder gemeinsam zu denken und zu handeln und sich die Hand zu reichen? Toleranz wird es brauchen, ebenso ​Resilienz und Durchhaltevermögen. Aber ist es nicht genau das, was einen bewussten Menschen ausmacht? Was denkst Du darüber? Kannst Du dir vorstellen, dass aktive Senioren in Generationswohnprojekten mit Kindern leben und als freiwillige Lehrer voller Lebenserfahrung, Kinder in freien Schulformen unterrichten? Kannst Du dir vorstellen, dass Kinder durch Kontakt mit älteren Menschen leichter gewaltfrei und naturverbunden leben lernen? Könnte so vielleicht auch wieder mehr Liebe in unser aller Leben kommen? Was ist deine Meinung hierzu?

Erziehung zur Gewalt

Jeder, der diesen Blog liest, wurde erzogen, d.h. in eine Schablone von Uniformität und Konformität gepresst, auf die wir uns als gesellschaftlich angemessen geeinigt haben. Eine ebenso traurige wie schockierende Realität, die so schmerzt, dass jedes noch fühlende Wesen tendiert, sie zu übersehen. Ein junger Mensch wird heute gleichgerichtet, angepasst und abhängig gemacht. Wer hier nicht mitkann erhält die Möglichkeit mit Modekrankheiten wie ADHS & Co auffällig zu werden. Die Pharmaindustrie hält Lösungen für Eltern und Gesellschaft bereit, das non-konforme im System ruhig zustellen.

Materielle Fixation, Leistungsorientierung und neurotisch-narzistische Lebensformen, treiben ihr wildes Spiel mit menschlichen, tierischen, pflanzlichen und planetaren Ressourcen. Ist es nicht endlich genug mit dieser Erziehung zur Gewalt?

Marshall Rosenberg – der Vater der Gewaltfreien Kommunikation – ist mir ein stetes Vorbild, und wie auch er, habe ich nicht die Geduld, weitere tausend Jahre zu warten und zu hoffen, dass Planet und Menschheit dieses Zeitalter der Gewalt überleben. Jetzt ist die Zeit, aus Gewalt und Unfrieden auszusteigen und kreativ neue Wege zu beschreiten. Jetzt ist es Zeit, mit Pioniergeist, Kreativität und Wertschätzung zu zeigen, was wirklich in einem Mensch mit Herz und Verstand steckt. 

Erziehung zur Gewalt beginnt sehr subtil. Erinnerst Du Dich noch an eine Zeit, in der Du nicht schlecht über Dich selbst gedacht hast? In der Du noch nicht andere beurteilt hast und Dir darüber Gedanken gemacht hast, was andere über Dich denken? An eine Zeit, in der Liebe noch selbstverständlich war, ohne dass Du sie Dir verdienen musstest? In der Du nicht zähneklappernd Schuld und Scham empfunden hast oder gar Strafe statt Mitgefühl hinnehmen musstest? Eine Zeit in der Du noch nicht mit Lob oder Pathetik manipuliert wurdest, in der Pflicht und Aufgabe noch nicht Priorität Nummer eins waren und Du sogar noch Wahlmöglichkeiten hattest?

Falls Du dich daran erinnerst, werden es Erinnerungen aus der Zeit als Kleinkind sein. Danach wurdest Du erzogen und als Ja-Sager angepasst, oder bist am System gescheitert und als Außenseiter, rebellisches Monster oder Teilnehmer an einer Modekrankheit für auffällige Kinder abgestempelt worden. Was für eine Wahl…

Finde Dich – The Key

Deine Berufung kannst Du nicht finden, sie findet Dich! Einfach und kompliziert zugleich. Vor allem, wenn man sie gerne jetzt sofort hätte: Die Berufung. Den Sinn zu leben und den Lebenssinn. Vegetieren unter Leistungsdruck, hechten im Hamsterrad und verbrennen im Ring von Wettbewerb und Kampf um die beste Plätze scheint simpler zu sein, als das stille Lauschen auf die zarte Stimme des Herzens, die unaufhörlich ihr Lied von Selbstverwirklichung und Selbstverantwortung singt. 

Stille ist das Geheimnis, das ins Herz und damit zum einzigen Ort führt an dem die Berufung wirklich zu hören ist. Hier ist die Kontaktaufnahme mit deinem inneren Sein und die Quelle der Intuition aus einer anderen Ebene mit mehr Weitsicht. 

Berufung ist die dir eigene, individuelle Bewegung, das einzigartige, das dich ausmacht und durch nichts ersetzbar macht. Es ist die Signature deiner Seele, die Du erfahren und leben kannst. Du bist nicht hier um gemocht zu werden, Du bist nicht hier um zu gefallen, Du bist hier, weil Du dich verwirklichen wolltest. Berufung leben ist eine Stufe hierzu.

Einer Berufung treu sein, sich ihr hingeben und ​voll darin aufgehen, bedeutet ein Leben jenseits der Oberflächlichkeit des Mainstreams zu führen. Tapferkeit, Mut und den Willen auch unangenehme Herausforderungen anzunehmen, nicht aufzugeben, wenn Druck auftaucht und klar eine Linie des Herzens zu verfolgen, das sind Essenzen von Menschen die es schaffen ihre Berufung zu leben. Dem Ruf ihres Herzens zu folgen, anstelle der Stimme ihres Verstandes, auch wenn der "Mainstream" sie als verrückt ansieht.

Wie aber erwischt man nun diese leise Stimme des Herzens? ​Da auch ich lange Zeit nicht wirklich meine Spur entdeckt hatte, habe ich vieles ausprobiert. Meditation, Gespräch, Forschen, Bewusstseinstrainings ... aber nichts war letztlich so erfolgreich wie ein kleines Musikstück, das mir die Herztür öffnete. Ein Stück, das ein Freund aus meinen Grundgedanken für mich entwickelt hat. 

Dieses Stück heißt "Digital Navigator" und ist ein Subliminal aus Text für das Herz und Musik für die Seele. Es schickt dich auf eine Reise in dein ICH zu dir SELBST. Ich möchte dieses Stück mit dir teilen und dich inspirieren deinen Weg in dein Herz weiter zu verfolgen.

Deine Zeit ist JETZT!​

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